Flüchtlinge stellen erstmals auf der Ambiente-Messe in Frankfurt aus

Die neue UNHCR-Initiative MADE51 hilft Menschen auf der Flucht dabei, ihre Produkte zu vermarkten.

Der MADE51-Messestand in Frankfurt ©M. Sckaer

UNHCR, die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, freut sich mitteilen zu können, dass zum ersten Mal von Flüchtlingen hergestellte Produkte auf der Ambiente zu sehen sein werden. Die Ambiente ist die weltweit größte Konsumgütermesse und findet vom 9. bis 13. Februar in Frankfurt statt.

„Flüchtlinge haben Fertigkeiten und Talente, die nur darauf warten, genutzt zu werden. In jedem einzelnen Teil steckt Geschichte und Kultur, und jedes Teil steht für die Chance einer Person, die vor Krieg und Verfolgung fliehen musste, der Welt etwas Schönes und Stilvolles zu bieten,“ sagte der Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

Zwölf Produktlinien, geschaffen von Flüchtlingskünstlern und –Kunsthandwerkern aus Afghanistan, Burundi, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Iran, Mali, Myanmar, Somalia, Süd Sudan, Sudan und Syrien werden auf der Messe ausgestellt.

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Der Messestand auf der Ambiente 2018 © M. Sckaer

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Taschen aus Planen von alten UNHCR Zelten. © M. Sckaer

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Der Messestand auf der Ambiente 2018 © M. Sckaer

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Produkte auf dem Messestand von MADE51 © M. Sckaer

Dieser Durchbruch ist das Ergebnis von MADE51, einer neuen Initiative von UNHCR. MADE51 ist ein globales Netzwerk von Sozialunternehmen, das talentierten Herstellern auf der Flucht zu Marktzugang und besseren Ertragschancen verhelfen soll. Das Netzwerk trägt zudem dazu bei, traditionelle Handwerkskunst zu erhalten und so kulturelles Erbe und indigene Techniken zu bewahren, die andernfalls verlorenzugehen könnten.

Eine Arbeit mitsamt eigenem Auskommen ist von essenzieller Wichtigkeit für Flüchtlinge. Sie kann für Stabilität sorgen und dabei helfen, das eigene Leben wieder neu aufzubauen. Flüchtlinge, die an der Initiative beteiligt sind, werden marktüblich bezahlt.

„Nur wenn sie ihre Ware verkaufen können werden diese Flüchtlingskünstler ihre Fertigkeiten einsetzen und Geld verdienen können. Wenn Händler und etablierte Marken von Flüchtlingen hergestellte Produkte in ihre Lieferpläne aufnehmen, können sie dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können Teil der Lösung werden,“ fügt Grandi hinzu.

Auf der Ambiente können sich potenzielle Kunden eine Vielzahl von Produkten ansehen, unter anderem:

  • Schalen und Schmuck, hergestellt von Tuareg-Flüchtlingen aus Mali
  • Kaschmiertücher, bestickte Taschen, bedruckte Schals, Lampenschirme, Kissenbezüge, Vorhänge etc., hergestellt von Syrischen Flüchtlingen
  • Wandteppiche und Flechtwerk, hergestellt von Flüchtlingen aus Burundi
  • Hochflor-Teppiche, Kelims aus Wolle und bestickte Heimtextilien hergestellt von Künstlern und Handwerkern, die nach Afghanistan zurückgekehrt sind
  • Schals und Taschen, die von Südsudanesischen und Somalischen Flüchtlingen per Hand gefärbt wurden
  • Lampen aus geräuchertem Bambus und bestickter Schmuck hergestellt von Flüchtlingen aus Myanmar

Ende

Der Stand von MADE51 findet sich im Foyer der Halle 11.0 auf der Ambiente 2018 in Frankfurt, vom 9.-13. Februar

Das Team von MADE51 wird am Sonntag, den 11.2. um 13:30 Uhr zu einem halbstündigen Presseempfang einladen.

Um mehr über MADE51 zu erfahren, besuchen Sie bitte unsere Webseite: http://made51.org/