Ankunft von Flüchtlingskindern aus Griechenland in der Schweiz: UNHCR begrüsst Aufnahme und ruft zu weiterem Engagement auf

Am Samstag, 16. Mai, sind 23 Flüchtlingskinder aus Griechenland in der Schweiz gelandet. Es handelt sich um unbegleitete Minderjährige mit Familienangehörigen in der Schweiz.

Eines von vielen Flüchtlingskindern, die auf der griechischen Insel Lesbos festsitzen. ©UNHCR / Ritzau Scanpix

BERN, Schweiz – UNHCR begrüsst die Aufnahme der Kinder und Jugendlichen, für die nun eine bessere Zukunft beginnt. Es unterstützt die Behörden in der Schweiz und in Griechenland bei den Bemühungen, die Familienzusammenführung weiterer Kinder mit Angehörigen in der Schweiz zu ermöglichen.

UNHCR ruft die Schweiz dazu auf, ihr Engagement zu verstärken und auch Kinder und Jugendliche ohne Familienangehörige in der Schweiz aufzunehmen, zum Beispiel durch die Teilnahme an einem Umsiedlungsprogramm («relocation»). In ein solches Programm könnten auch andere besonders verletzliche Asylsuchende einbezogen werden.

In Griechenland halten sich mehr als 5000 unbegleitete Minderjährige auf, die dauerhafte Lösungen benötigen. Viele von ihnen sind in überfüllten Lagern auf den Ägäischen Inseln untergebracht.

Im Rahmen einer Initiative der Europäischen Union, an der sich zehn Mitgliedsstaaten beteiligen, sollen insgesamt 1600 unbegleitete Minderjährige umgesiedelt werden. Die ersten Umsiedlungen erfolgten im April. Alle Länder sind gefordert, weitere Anstrengungen zu unternehmen.

 

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