Feuer in Moria: UNHCR bietet Unterstützung an

Situation von rund 12.000 Asylsuchenden, darunter mehr als 4.000 Kinder und anderer besonders vulnerabler Gruppen, sehr besorgniserregend

Ein Feuer hat im überfüllten Flüchtlingslager Moria schwere Schäden verursacht. © UNHCR Greece

UNHCR ist erschüttert über den Brand, der gestern Abend das Registrierungs- und Identifikationszentrum (RIC) von Moria weitgehend zerstört hat.

Bisher wurden glücklicherweise keine Opfer gemeldet. Großer Dank gilt den örtlichen Behörden, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten, die das Feuer eingedämmt und Menschen geholfen haben.

UNHCR-Mitarbeiter*innen sind vor Ort und haben den griechischen Behörden Unterstützung angeboten. Wir sind besorgt über die Situation von rund 12.000 Asylsuchenden, darunter mehr als 4.000 Kinder und andere besonders vulnerable Gruppen, wie 407 unbegleitete Kinder und Jugendliche, schwangere Frauen und ältere Menschen.

Berichten zufolge gab es Spannungen zwischen Menschen in Nachbardörfern und Asylsuchenden, die versucht haben, die Stadt Mytilene zu erreichen. Wir rufen alle zur Zurückhaltung auf. Zu ihrem Schutz und um eine vorübergehende Lösung für jene zu finden, die zuvor im RIC untergebracht waren, rufen wir deshalb auch dazu auf, in der Nähe zu bleiben.

Etwa 35 Personen wurden kürzlich positiv auf COVID-19 getestet, weshalb das RIC unter Quarantäne gestellt wurde.