Familienvater. Ehemann. Polizist.

„Hals über Kopf mussten wir die Stadt verlassen.“

By Olli Waldhauer

Emaid, 32 Jahre alt: „Ich mache mir große Sorgen um meine Familie. Meine Frau und meine beiden Kinder befinden sich immer noch im Kriegsgebiet. Manchmal telefonieren wir, aber das ist sehr gefährlich. Ich wünsche mir, dass meine Heimat Frieden findet und bis dahin niemand meiner Familie etwas antut.“

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© UNHCR/O. Waldhauer

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© UNHCR/O. Waldhauer

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© UNHCR/O. Waldhauer

Emaid lebt in einem Flüchtlingscamp nahe der irakischen Stadt Erbil. Schon jetzt im Frühling sind es dort 36 Grad. Als im Juni 2014 bewaffnete Kämpfer Mossul, die zweitgrößte Stadt des Iraks, überfielen, musste Emaid um sein Leben laufen. Er war Polizist und damit ein Ziel. Sie drohten ihn und seine Kollegen auf offener Straße zu erschießen. Es gab keine Gelegenheit sich von seiner Familie zu verabschieden oder sie mitzunehmen.

Emaid floh nach Osten in die kurdischen Gebiete des Nordiraks und lebt seitdem dort. Sein Vater und sein Onkel wurden bei einem Selbstmordattentat getötet und nur alle paar Wochen kann er über große Umwege und Gefahren mit seiner Familie im besetzten Mossul Kontakt aufnehmen. Als Sicherheitsmann im Camp schlägt er sich durch, aber die Ungewissheit ist quälend.

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Weit über 2 Millionen Menschen sind durch die Kämpfe im Irak auf der Flucht. Mehr als 800.000 von ihnen haben in den kurdischen Gebieten des Nordiraks Zuflucht gefunden.

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