Englischschüler. Bruder. Fußballer.

„Dank meiner Schwester bin ich am Leben.“

Ibrahim, 10 Jahre alt: „Meine Mutter ist stolz auf mich. Sie freut sich, dass ich wieder lache, Fußball spiele und zur Schule gehe. Ich habe auch einen besten Freund. Jeden Tag gehe ich in unserem Camp zur Schule. Ich liebe es, Englisch zu lernen, und mag unsere Englischlehrerin sehr gern. Ihr Name ist Sheila. Wir singen und tanzen mit unserer Lehrerin in der Klasse. Wir wiederholen englische Wörter mit ihr und zählen von null bis 100. Manchmal sind sehr viele Kinder in der Klasse, mehr als 100, und dann ist es schwer sich zu konzentrieren.

Nach der Schule spiele ich Fußball mit meiner großen Schwester Larama und meinem kleinen Bruder Lucas. Wir spielen vor unserer Unterkunft im Camp und die anderen Kinder machen auch mit.“

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Nach und nach erholt sich der 10 Jahre alte Ibrahim von seinem Leidensweg. Als sein Dorf in Nigeria angegriffen wurde, wurde sein Vater von Aufständischen erschossen und Ibrahim selbst mit einer Machete am Kopf getroffen. Er wurde in einer Grube zum Sterben zurückgelassen. „Larama hat mich gerettet. Sie hat mich dort gefunden, wo die Aufständischen mich vergraben hatten“, erinnert sich Ibrahim. Er verbrachte viereinhalb Monate im Krankenhaus. Die Familie lebt nun im Minawao-Flüchtlingscamp in Kamerun, das im Juli 2013 eröffnet wurde. Dort sind etwa 33.000 nigerianische Flüchtlinge untergebracht.

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Im Mai 2013 hat die nigerianische Regierung den Ausnahmezustand in den Bundesstaaten Adamawa, Borno und Yobe ausgerufen. Seither wurden mindestens 1,2 Millionen Menschen zu Vertriebenen in ihrem eigenen Land.

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