UNHCR tief betroffen über erneute Tragödie auf dem Mittelmeer
UNHCR tief betroffen über erneute Tragödie auf dem Mittelmeer
UNHCR ist zutiefst betroffen über die jüngste Tragödie in der Ägäis, bei der vor der griechischen Insel Chios mindestens 15 Menschen ums Leben kamen und 24 Kinder, Frauen und Männer verletzt wurden.
UNHCR spricht den Familien der Verstorbenen sein tief empfundenes Beileid aus und zeigt sich solidarisch mit allen Betroffenen sowie mit den Einsatzkräften, Ersthelfer*innen und all jenen, die die Überlebenden unterstützen. Mitarbeitende von UNHCR sind vor Ort im Krankenhaus präsent und bieten den Überlebenden Unterstützung wie z.B. Dolmetscher*innen und Rechtsberatung an.
Während die genauen Umstände dieses tödlichen Vorfalls noch geklärt werden, unterstreicht UNHCR die Bedeutung vollständiger Aufklärung und Transparenz, wenn es im Rahmen lebensrettender Einsätze auf See zu Zwischenfällen kommt.
Leider handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Zwischen 2015 und 2025 kamen in der Ägäis 3.148 Menschen ums Leben oder gelten als vermisst.
Diese Tragödien sind vermeidbar. Staaten müssen mehr tun, um Konflikte zu lösen und den Ursachen auf den Grund zu gehen, die Menschen dazu zwingen, gefährliche Fluchtrouten auf sich zu nehmen. Erstaufnahmeländer benötigen stärkere Unterstützung, ebenso nötig sind mehr sichere und legale Aufnahmemöglichkeiten. Vor allem aber muss dringend mehr getan werden, um Menschenleben auf See zu retten. Leben auf See zu retten ist eine rechtliche und humanitäre Verpflichtung und alle Akteur*innen müssen gemeinsam daran arbeiten, dieser Verantwortung gerecht zu werden.