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UNHCR-Chef Barham Salih ruft zu Unterstützung für die Ukraine auf

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UNHCR-Chef Barham Salih ruft zu Unterstützung für die Ukraine auf

Nach vier Jahren der Zerstörung und dem bislang kältesten Winter.
23. Februar 2026 Auch verfügbar auf:
Ukraine. UN High Commissioner for Refugees Barham Salih visits transit centre for people displaced from frontline areas

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Barham Salih (rechts), spricht in einem Transitzentrum in Saporischschja im Südosten der Ukraine mit Nina (links), nachdem sie gemeinsam mit ihrer Tochter und ihren drei Enkelkindern aus ihrem durch Bomben beschädigten Zuhause evakuiert wurde.

Kiew - Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Barham Salih, bat um anhaltende internationale Solidarität und verstärkte Unterstützung für Ukrainerinnen und Ukrainer, die auf den dringend benötigten Frieden warten.

Hochkommissar Salih reiste in die Ukraine, während sich die Vollinvasion in ihr fünftes Jahr fortsetzt und sich die Angriffe im bislang härtesten Kriegswinter intensivieren. Wiederholte russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben Millionen Menschen bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung zurückgelassen. Zugleich zwingen die eskalierenden Kämpfe entlang der Frontlinie weiterhin viele Menschen zur Flucht aus ihren Häusern.

„Ich bin in dieser dunklen Stunde in die Ukraine gekommen, um Solidarität mit der Bevölkerung zu zeigen, und um zu sehen, wie UNHCR zu den von der Regierung geführten Bemühungen beiträgt. Mit meinem Besuch möchte ich unser Engagement bekräftigen, der Ukraine in dieser schwierigen Zeit und darüber hinaus zur Seite zu stehen“, sagte er zum Abschluss seines ersten Besuchs im Land. „Nichts kann die Verluste dieses Krieges und die zahllosen Menschenleben, die er gefordert hat, ungeschehen machen. Doch wir können die Ukraine und ihre Bevölkerung dabei unterstützen, sich zu erholen und das Land wieder aufzubauen.”

Über mehrere Tage hinweg besuchte Salih Kiew sowie frontnahe Städte – Dnipro, Saporischschja und Charkiw. Dort sprach er mit Familien, deren Häuser durch Gleitbomben und Raketen beschädigt worden waren, sowie Menschen, die kürzlich aus frontnahen Gemeinden evakuiert wurden. Er machte sich ein umfassendes Bild von der Nothilfe von UNHCR nach Angriffen sowie von der Unterstützung in Transitzentren für Vertriebene. Dabei informierte er sich auch über die Rechtsberatung für Menschen, die ihre Dokumente verloren haben, um ihnen weiterhin den Zugang zu ihren Rechten und staatlichen Leistungen zu sichern. Darüber hinaus besuchte der Flüchtlingshochkommissar Programme zur Instandsetzung kriegsbeschädigter Häuser, die Betroffenen ermöglichen, in ihren Wohnungen zu bleiben oder in ihre Heimatorte zurückzukehren.

„Die Zerstörung, die ich gesehen habe, ist immens, und die persönlichen Geschichten von Verlust und Leid sind herzzerreissend. Dennoch zeigen die Ukrainerinnen und Ukrainer weiterhin aussergewöhnlichen Mut, Mitgefühl und Hoffnung. Ihre Stärke sollte uns alle zum Handeln bewegen – Leben zu schützen, sie beim bereits begonnenen Wiederaufbau zu unterstützen und unermüdlich auf einen gerechten und dauerhaften Frieden hinzuarbeiten“, sagte Salih.

Der Hochkommissar traf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, sowie den stellvertretenden Ministerpräsidenten für Wiederaufbau, Oleksii Kuleba; den Aussenminister, Andrii Sybiha; den Minister für Sozialpolitik, Familie und Einheit, Denys Uliutin; den Beauftragten des ukrainischen Parlaments für Menschenrechte, Dmytro Lubinets; sowie lokale und regionale Vertreterinnen und Vertreter.

Darüber hinaus traf der UNHCR-Chef ukrainische Partner von UNHCR, Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, weitere UN-Organisationen sowie Diplomatinnen und Diplomaten. Er bekräftigte erneut das Engagement von UNHCR, lebensrettende Nothilfe zu leisten, zum Wiederaufbau beizutragen und langfristige Lösungen für die fast 3,7 Millionen Binnenvertriebenen im Land umzusetzen.

Seit Beginn des Krieges hat UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, seine Präsenz und Unterstützung sowohl in der Ukraine als auch in Ländern ausgeweitet, die fast 5,9 Millionen Flüchtlinge aufgenommen haben.

In den vergangenen vier Jahren haben UNHCR und Partner – ergänzend zu den Massnahmen der Behörden – fast 10 Millionen Menschen in der Ukraine Hilfe geleistet. Für 2026 bittet UNHCR um Beiträge in Höhe von 470 Millionen US-Dollar, um über 2 Millionen Menschen gemäss den Prioritäten des “Humanitarian Needs and Response Plan 2026” zu unterstützen. UNHCR ist dankbar für die bisher geleistete Unterstützung durch die Geber.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

In der Ukraine: Elisabeth Haslund, [email protected], +380 95 239 0072

In Genf: Matthew Saltmarsh, [email protected], +41 79 967 99 36

In Genf: Eleni Biza, [email protected], +41 78 337 8082