Vertrieben, aber nicht verzweifelt: Menschen aus der Ukraine stehen vor viertem Kriegsjahr
Vertrieben, aber nicht verzweifelt: Menschen aus der Ukraine stehen vor viertem Kriegsjahr
Svitlana (hinten, zweite links) und ihre Schwester Nadiia (hinten, zweite rechts) mit ihren sechs Kindern in ihrem neuen Zuhause in der Nähe von Sumy, Ukraine.
Der Krieg in der Ukraine wirkt sich weiterhin auf jeden Aspekt des Lebens aus, zerstört Häuser und Gemeinden und zwingt die Menschen in einen Zustand ständiger Angst. Doch selbst wenn so viel verloren geht, finden die Menschen Wege zu überleben und ihr Leben neu aufzubauen.
Die Schwestern Nadiia Gryshyna und Svitlana Kartashova haben alles verloren, als sie vor Angriffen aus ihrem Dorf Velyka Rybytsia im Nordosten der Ukraine, nur fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt, fliehen mussten.
Die Schwestern, beide alleinerziehende Mütter von insgesamt sechs Kindern, lebten in benachbarten Häusern derselben Straße und bewirtschafteten gemeinsam das nahegelegene Land. Jahrelang hatten sie die unsichere Lage ausgehalten, doch als im letzten Sommer die Kämpfe immer näher rückten, wurde die Gefahr schließlich zu groß.
Als eine Granate in Nadiias Haus einschlug und die Fenster zerstörte sowie Türen und Dach beschädigte, blieben sie tapfer und reparierten das Haus mit Hilfe von Proliska, einer lokalen Partnerorganisation von UNHCR.