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UNHCR: Mehr als 350.000 Menschen durch jüngste Kampfhandlungen im Nahen Osten und darüber hinaus vertrieben

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UNHCR: Mehr als 350.000 Menschen durch jüngste Kampfhandlungen im Nahen Osten und darüber hinaus vertrieben

Der folgende Kommentar kann Matthew Saltmarsh, globaler Pressesprecher von UNHCR, zugeschrieben werden.
5. März 2026
Lebanon, Beirut - airstrike March 2026

Beirut, Libanon. UNHCR ist zutiefst besorgt über die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung sowie über weitere Vertreibungen in der Region und darüber hinaus. 

GENF – Zunehmende Kampfhandlungen im Nahen Osten haben erhebliche Bevölkerungsbewegungen ausgelöst. Gleichzeitig haben Zusammenstöße entlang der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan Tausende Familien zur Flucht gezwungen. Insgesamt sind mehr als 350.000 Menschen geflohen, die meisten von ihnen innerhalb ihrer eigenen Länder.

UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, unterstützt bereits vertriebene Bevölkerungsgruppen in der Region und bereitet sich darauf vor, seine Hilfe bei Bedarf auszuweiten. Gleichzeitig rufen wir angesichts der zunehmenden Gewalt dringend zu Dialog und Deeskalation auf.

Im Iran – einem Land, das etwa 1,65 Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, vor allem aus Afghanistan – verließen Schätzungen zufolge in den ersten beiden Tagen nach den Angriffen etwa 100.000 Menschen die Hauptstadt Teheran. Neuere Zahlen gibt es derzeit noch nicht.

Bislang gibt es jedoch noch keinen größeren Anstieg grenzüberschreitender Bewegungen aus dem Iran im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen.

Im Libanon suchen laut Regierung inzwischen mehr als 95.000 Menschen Schutz in mehr als 400 Sammelunterkünften. Zudem sind seit Beginn der Eskalation nach Angaben der Behörden mehr als 37.000 Menschen – überwiegend Syrerinnen und Syrer, aber auch einige Libanesinnen und Libanesen – nach Syrien eingereist.

Unterdessen bleibt die Lage in Afghanistan und Pakistan angespannt, da entlang der Grenze weiterhin Kämpfe stattfinden. Berichte deuten auf Binnenvertreibungen in beiden Ländern hin, darunter schätzungsweise 115.000 Menschen in Afghanistan und rund 3.000 Menschen in Pakistan.

Es ist entscheidend, dass Zivilistinnen und Zivilisten auf der Flucht sicheren Zugang zu Schutz erhalten.