Struktur und Finanzierung
Struktur und Finanzierung
An der Spitze von UNHCR steht der Flüchtlingskommissar, der für die Leitung und Kontrolle verantwortlich ist. Unterstützt wird er durch die Position des sogenannten Deputy High Commissioner (stellvertretender Hochkommissar) und durch die zwei Assistant High Commissioners for Protection and Operations (beigeordnete Hochkommissare für Schutzfragen und Einsätze)
In einem jährlichen Bericht werden die UN-Generalversammlung und ECOSOC vom Flüchtlingskommissar über die Arbeit von UNHCR informiert.
Das UNHCR-Exekutivkomitee ist das Leitungsgremium von UNHCR. Es überprüft und genehmigt das jährliche Budget sowie die Programme des Flüchtlingskommissars. Das Exekutivkomitee besteht aus 102 Regierungsvertreter*innen, die aus den Ländern der Vereinten Nationen entsendet werden. Neben seiner Kontrollfunktion steht das Komitee dem Flüchtlingskommissar in Fragen des internationalen Schutzes auch in beratender Funktion zur Seite.
Das Mandat des UN-Flüchtlingskommissariats ist in den UNHCR Statuten von 1950 festgelegt und wurde wegen der steigenden Zahl an Flüchtlingen von der UN-Generalversammlung alle fünf Jahre verlängert. 2003 wurde UNHCR ein unbeschränktes Mandat verliehen, das bis zu jenem Zeitpunkt besteht, zu dem „das Flüchtlingsproblem gelöst ist.“
UNHCR wird hauptsächlich durch freiwillige Beiträge von Regierungen, zwischenstaatlichen Akteuren, dem UN-Nothilfefonds CERF aber auch von Stiftungen und Privatpersonen finanziert. Im Jahr 2025 kam der Hauptteil der Finanzierung von Regierungen und der Europäische Union.
Um seine Aufgaben für den internationalen Flüchtlingsschutz vollständig erfüllen zu können, legte UNHCR für 2026 einen Finanzbedarf von 8,5 Milliarden US-Dollar fest. Aufgrund der vielen Konflikte weltweit wird es immer schwieriger die nötigen Mittel zu beschaffen, damit UNHCR auch finanziell in der Lage ist, der steigenden Zahl von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Asylsuchenden und Staatenlosen zu helfen.
2025 hat die Bundesregierung die Arbeit von UNHCR mit 163,04 Millionen US-Dollar unterstützt.
Private Spenden aus Deutschland nimmt der in Bonn ansässige gemeinnützige Verein UNO-Flüchtlingshilfe entgegen.