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Path2Work wird Schweizer UNHCR-Partner

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Path2Work wird Schweizer UNHCR-Partner

Seit 2025 bringt das Stellenportal Path2Work Flüchtlinge und Arbeitgebende zusammen. Heute startet die Beschäftigungsplattform eine Partnerschaft mit der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR.
18. Juni 2026 Auch verfügbar auf:

Wer sich in einem fremden Land ein neues Leben aufbaut, beweist Entschlossenheit, Anpassungsfähigkeit und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die auf dem Arbeitsmarkt äusserst wertvoll sind. Viele Flüchtlinge bringen vielseitige Sprachkenntnisse und starke berufliche Qualifikationen mit. Trotzdem gestaltet sich die Stellensuche oft schwierig. In der Schweiz ist nach fünf Jahren erst gut die Hälfte der Flüchtlinge erwerbstätig.

Dabei zeigen Erfahrungen aus diversen Branchen und Ländern: Personen mit Fluchthintergrund sind oft besonders motivierte und loyale Mitarbeitende. Sie möchten einen Beitrag zur Gesellschaft leisten, bringen frische Perspektiven und füllen Lücken bei Arbeitskräftemangel. Mit der Anstellung von Flüchtlingen tragen Unternehmen nicht nur zur Integration bei, sondern sie profitieren gleichzeitig von der Entdeckung von unausgeschöpftem Potenzial.

Hier setzt Path2Work an: Die neunsprachige Stellenplattform verbindet Flüchtlinge in der Schweiz mit Unternehmen und offenen Stellen, die zu ihnen passen. Sie können sich Arbeitgebern über Path2Work in einem fähigkeitsbasierten Profil vorstellen, selbständig nach Stellen suchen und Job-Coaches auf der Plattform in die Stellensuche einbinden.

Arbeitgeber erhalten über den Zugang für Unternehmen KI-gestützt passgenaue Profile von Flüchtlingen für ihre offenen Stellen sowie alle nötigen Infos zur unkomplizierten Anstellung. Ausserdem können sie Tausende von Profilen gezielt nach Kandidat:innen mit spezifischen Fähigkeiten und Sprachkenntnissen durchsuchen. Damit erhalten Unternehmen kostenlosen Zugang zu einem bislang kaum sichtbaren Pool an Talenten mit Fluchthintergrund.

Damit schlägt Path2Work eine wichtige Brücke zwischen Flüchtlingen und Unternehmen. «Path2Work verbindet Menschen, die dasselbe suchen. Das ist eine enorme Hilfe und hebt die Plattform von anderen ab», sagt der in der Schweiz lebende Amine Diare Conde, der einst selbst als Flüchtling in die Schweiz kam. Der aus Guinea stammende Conde ist bekannt aus dem Dokumentarfilm «Amine – Ein Held auf Bewährung» und setzt sich mit seinem Verein «Essen für alle» seit der Corona-Pandemie gegen Hunger in der Schweiz ein. «Als Geflüchteter in einem neuen Land ist man mit vielen Herausforderungen konfrontiert – eine neue Kultur, neue Sprache, finanzieller Druck und ein fehlendes soziales Umfeld», so Conde. «Path2Work gibt einem ein Stück Unabhängigkeit und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.»

Path2Work ist die elfte nationale Plattform in Europa, die Teil der Refugee Employment Platform (REP)-Initiative des UNHCR wird. Die REP-Initiative wurde entwickelt, um Unternehmen mit Kandidatinnen und Kandidaten mit Fluchthintergrund zu vernetzen. «Die Art und Weise, wie Path2Work diese Verknüpfung ermöglicht – durch modernste Technologie und innovative, kompetenzbasierte Profiling-Ansätze zur passgenauen Arbeitsvermittlung – und dabei bestehende Integrationsmassnahmen der Schweizer Behörden sowie der Zivilgesellschaft nutzt, trifft den Kern der Mission von REP: Brücken zu bauen zwischen Flüchtlingen, dem Privatsektor und nationalen Systemen, damit lokale Volkswirtschaften und Gesellschaften die Fähigkeiten und das Potenzial von Flüchtlingen voll ausschöpfen können», sagt Susanne Klink, Senior Development Officer bei UNHCR.

Path2Work wurde von der ETH Zürich und der Universität Lausanne entwickelt und wird vom Migros-Pionierfonds unterstützt. Die Plattform baut ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kantonen, Integrationsanbietern und Organisationen im Flüchtlingsbereich laufend aus, um die Arbeitsmarktintegration weiter voranzubringen.

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