Philippinen: Über 120.000 Menschen fliehen vor Gewalt

Als Folge von Kämpfen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Gruppierungen auf der südlichen Insel Mindanao mussten seit Ende Jänner mehr als 120.000 Menschen fliehen.

MANILA, Philippinen – UNHCR ist um die Sicherheit der Binnenvertriebenen besorgt, da sich die Auseinandersetzungen auch auf Dörfer und Gemeinden ausbreiten. UNHCR und seine Partner gehen davon aus, dass 13 Gemeinden in Maguindanao und Nord-Cotabato von den Kämpfen betroffen sind, die seit acht Wochen zwischen Militär und Polizei auf der einen Seite und der bewaffneten Antiregierungsgruppierung „Bangsamoro Islamic Freedom Fighters“ auf der anderen geführt werden. Die Binnenvertriebenen sind zurzeit in Schulen und öffentlichen Gebäuden untergebracht. Eine unbekannte Anzahl Menschen ist bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Durch die gefährliche und unischere Lage in der Region kann UNHCR viele der betroffenen Gebiete nicht betreten und ist auf die Informationen örtlicher Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie ihrer Partner angewiesen.

UNHCR und andere UN-Organisationen arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen um den Bedarf der Vertriebenen innerhalb und außerhalb der Evakuierungszentren zu  erfassen. Decken, Kanister, Schlafmatratzen, Moskitonetze und Planen wurden zur Verfügung gestellt, aber es würde dringend weitere Hilfe benötigt“, sagte ein UNHCR-Sprecher.

UNHCR ist besonders besorgt um die Sicherheit der Zivilisten, vor allem von Frauen und Kindern, die in den Krisengebieten festsitzen.

Viele haben kein eigenes Einkommen und es besteht die Gefahr, dass sie wegen fehlendem Schutz Opfer von Missbrauch und Gewalt werden. Der Mangel an Nahrung, medizinischer Versorgung, Wasser und Notfallquartieren könnte ihre Situation noch verschärfen.

UNHCR appelliert an alle Parteien des Konflikts, die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten bis Recht und Ordnung wieder hergestellt sind.