UNHCR hilft Opfern von Mariupol

UNHCR hat in den letzten Tagen Nothilfe für die Menschen im ukrainischen Mariupol geleistet, das Ende Jänner unter Beschuss geriet. Bei dem Angriff wurden 30 Zivilisten getötet und 100 verletzt.

MARIUPOL, Ukraine – UNHCR hat eine schnelle Schadens- und Bedarfsbewertung der betroffenen Regionen ausgeführt und festgestellt, dass viele Menschen, insbesondere ältere Personen, Menschen mit Behinderungen und von Frauen geführte Haushalte mit vielen Kindern dringend Hilfe benötigen.

Es wurden Decken, Thermokleidung und Schlafsäcke an Menschen verteilt, die in ihrem Zuhause keine Heizung haben. Zusätzlich wurden Decken, Handtücher, Bettwäsche und Thermokleidung an Krankenhäuser in Mariupol geliefert. In den kommenden Tagen will UNHCR Baumaterialien an Familien verteilen, deren Häuser und Wohnungen in Mariupol und den umgebenden Dörfern beschädigt wurden. Um Löcher und Schäden an Gebäuden provisorisch zu bedecken und Notunterkünfte zu errichten, hat UNHCR Plastikplanen verteilt, denn Baumaterialien sind knapp.

„Wie stellen grundlegende Hilfsgüter bereit und helfen damit den Leidtragenden und unterstützen lokale Behörden. Unsere Notfallvorräte werden zur Verfügung gestellt, um die Bedürfnisse der Menschen so schnell wie möglich abzudecken“, sagt Oldrich Andrysek, UNHCR-Vertreter in der Ukraine.

Kämpfe zwischen ukrainischen Streitkräften und den Separatisten führten zur Flucht von Hunderttausenden Menschen.  Trotz des im September vereinbarten Waffenstillstands ist der Konflikt wieder aufgeflammt und intensivierte sich insbesondere in den letzten Tagen im Osten des Landes.