Tausende Honduraner marschieren durch Mexiko: Lage muss dringend stabilisiert werden

UNHCR intensiviert seinen Hilfseinsatz vor Ort und entsendet zusätzliches Personal

Tausende geflüchtete Menschen aus Honduras sind an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala angekommen.

Aktuell sind rund 45 UNHCR-Mitarbeiter in Tapachula, der Hauptstadt von Chiapa im Einsatz – weitere sind bereits unterwegs. Die Teams unterstützen die mexikanischen Behörden vor Ort, um Asylsuchende zu registrieren. Außerdem unterstützt UNHCR besonders schutzbedürftige Personen und wir helfen mit Unterkünften vor Ort.

Wir sorgen uns aber wegen der derzeitigen humanitären Lage und der hohen Entführungs- und Sicherheitsrisiken in den Gebieten, die die Menschen eventuell passieren. Die Lage der Menschen muss stabilisiert werden, und für die Asylsuchenden müssen angemessene Aufnahmebedingungen herrschen.

Nachdem bereits im April viele Menschen gemeinsam durch Mexiko liefen, ist diese Bewegung, die nun auf rund 7.000 Menschen geschätzt wird, die zweite in diesem Jahr in der Region. In Guatemala ist UNHCR gemeinsam mit Partnern an der Grenze bei Tecun Uman, wo wir humanitäre Hilfe für Bedürftige organisieren. In Honduras kontrolliert UNHCR die Situation an der Grenze zu Guatemala und arbeitet mit den Behörden zusammen, um eine sichere Aufnahme für jene zu gewährleisten, die unterwegs abbrechen und wieder zurückkehren.

UNHCR erinnert daran, dass sich einige der Menschen wahrscheinlich in echter Gefahr befinden. Diese müssen die Möglichkeit haben, Asyl zu beantragen. Nur so kann ihr Anspruch auf internationalen Schutz angemessen bewertet werden, bevor eine Rückkehrentscheidung getroffen wird.