Angelina Jolie: Flüchtlinge nicht länger im Stich lassen

UNHCR-Sondergesandte Angelina Jolie appelliert erneut an die Staatengemeinschaft, ihre Verantwortung gegenüber Syrien wahrzunehmen.

GENF, Schweiz – Vier Jahre nach Ausbruch des Konfliktes in Syrien appelliert UNHCR-Sondergesandte Angelina Jolie erneut an die Staatengemeinschaft: “Es ist zutiefst erschütternd, dass die internationale Antwort auf die Notwendigkeit den Konflikt in Syrien zu beenden, so schwach ausfällt.“

Jolie zeigt sich fassungslos und wütend und weist darauf hin, dass die Menschen „kein Verständnis dafür haben (…), dass der UN-Sicherheitsrat anscheinend nicht in der Lage ist, auf die schwerste Krise des 21. Jahrhunderts angemessen zu reagieren.“

Es sei beschämend, dass auch die grundlegenden Forderungen nach vollständigem Zugang für humanitäre Hilfe nicht eingehalten werden. Gleichzeitig werden die Nachbarländer und die internationalen humanitären Organisationen, über ihre Grenzen hinaus beansprucht, so Jolie.

„Jeden Tag werden Verbrechen gegen das syrische Volk straflos begangen. Die Unfähigkeit, diese Krise zu beenden, fällt auf uns alle zurück.Ich fordere die Regierungen auf der ganzen Welt auf, ihre Differenzen beizulegen und einen erneuten Versuch zu starten, den Konflikt politisch zu lösen.“

Jolie appelliert abschließend an die internationale Gemeinschaft, umgehend Schritte einzuleiten, um ihre Verantwortung gegenüber Syrien zu zeigen. Es soll deutlich werden, „dass wir vor Kriegsverbrechen nicht die Augen verschließen, und dass wir Flüchtlinge, Vertriebene und Menschen in Not nicht im Stich lassen.“